{"id":985,"date":"2025-03-27T17:18:00","date_gmt":"2025-03-27T16:18:00","guid":{"rendered":"https:\/\/herzmedizin.info\/?p=985"},"modified":"2025-03-26T13:21:49","modified_gmt":"2025-03-26T12:21:49","slug":"frauenherzen-im-wandel-der-forschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/herzmedizin.info\/frauenherzen-im-wandel-der-forschung\/","title":{"rendered":"Frauenherzen im Wandel der Forschung"},"content":{"rendered":"\n
Geschlechterspezifische Medizin gewinnt zunehmend an Bedeutung, insbesondere in der Herz-Kreislauf-Medizin, da biologische und soziokulturelle Unterschiede ein Umdenken in Diagnostik und Therapie erfordern. Klassische Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Hypercholesterin\u00e4mie, Diabetes mellitus, Nikotinkonsum und Adipositas sind bei M\u00e4nnern und Frauen gleicherma\u00dfen Ursachen f\u00fcr kardiovaskul\u00e4re Erkrankungen, die nach wie vor die h\u00e4ufigste Todesursache in Deutschland darstellen. Frauen weisen jedoch spezifische Ver\u00e4nderungen auf, die ihr kardiovaskul\u00e4res Risiko pr\u00e4gen, insbesondere in der Phase vor und nach der Menopause. Der fr\u00fche Eintritt in die Menopause erh\u00f6ht das Risiko durch Ver\u00e4nderungen von Gewicht, Lipidstatus, Blutdruck und Glukosestoffwechsel.<\/p>\n\n\n\n
Der Verlust der arteriellen Gef\u00e4\u00dfelastizit\u00e4t mit zunehmendem Alter wird bei Frauen durch die peri- und postmenopausale Abnahme von \u00d6strogen zus\u00e4tzlich negativ beeinflusst. Dies f\u00fchrt zu funktionellen Ver\u00e4nderungen des Endothels und der glatten Muskelzellen, die den Gef\u00e4\u00dftonus und die Pulswellenreflexion ver\u00e4ndern. Begleitende Risikofaktoren wie Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie und Nikotinkonsum treten bei Frauen h\u00e4ufiger auf und verst\u00e4rken den arteriosklerotischen Prozess. Unterschiede in der Plaquestruktur, wie eine geringere Entz\u00fcndungsaktivit\u00e4t und eine andere Plaquezusammensetzung, beeinflussen das Risiko f\u00fcr kardiovaskul\u00e4re Ereignisse ebenfalls geschlechtsspezifisch.<\/p>\n\n\n\n
Studien zeigen, dass bei Frauen weniger inflammatorische Prozesse zur Progression der arteriosklerotischen Plaque beitragen. \u00d6strogene wirken einerseits sch\u00fctzend und entz\u00fcndungshemmend, f\u00f6rdern jedoch auch die Expression von Faktoren, die bei Plaque-Erosionen eine Rolle spielen. Bei jungen Frauen ist die Plaque-Erosion der h\u00e4ufigste Mechanismus des akuten Koronarsyndroms, w\u00e4hrend bei M\u00e4nnern h\u00e4ufiger Plaque-Rupturen auftreten, die mit einer st\u00e4rkeren Entz\u00fcndungsaktivit\u00e4t einhergehen. Diese geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Pathophysiologie der Arteriosklerose verdeutlichen die Notwendigkeit einer individualisierten Diagnostik und Therapie.<\/p>\n\n\n\nZum vollst\u00e4ndigen Artikel<\/a>\n\n\n\n <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Geschlechterspezifische Medizin gewinnt zunehmend an Bedeutung, insbesondere in der Herz-Kreislauf-Medizin, da biologische und soziokulturelle Unterschiede ein Umdenken in Diagnostik und Therapie erfordern. Klassische Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Hypercholesterin\u00e4mie, Diabetes mellitus, Nikotinkonsum und Adipositas sind bei M\u00e4nnern und Frauen gleicherma\u00dfen Ursachen f\u00fcr kardiovaskul\u00e4re Erkrankungen, die nach wie vor die h\u00e4ufigste Todesursache in Deutschland darstellen. Frauen weisen jedoch … Weiterlesen …<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":989,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27,39],"tags":[153,149,152,148,151,150],"class_list":["post-985","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-news","category-sonstiges","tag-arteriosklerose","tag-frauenherzen","tag-gefaessveraenderungen","tag-gendermedizin","tag-hormonelle-faktoren","tag-unterschiede"],"yoast_head":"\n